Projektinfos

Hier finden Sie Informationen und Hintergründe zu dem Projekt Hindenburg-Quartier und dem Dialog. Diese werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert. Weitere Dokumente finden Sie in der Infothek.

Meilensteine des Projekts

1

Vorbereitende Untersuchungen

2

Städtebaulicher Wettbewerb in zwei Stufen

3

Städtebaulicher Entwurf

4

Bebauungsplan

5

Öffentliche Erschließung

6

Private Baumaßnahmen

Hintergrund

Mitte 2015 wird die militärische Zweckbindung der Hindenburgkaserne aufgehoben, die Bundeswehr zieht sich zurück und das Areal kann einer zivilen Nutzung zugeführt werden.

Die Stadt Ulm erwirbt das Gelände von der Bundesanstalt für Immobilenaufgaben (BImA) und entwickelt es zu Bauland. In attraktiver Lage auf dem Eselsberg soll ein neuer Wohnstandort entstehen.

Der Abzug der militärischen Streitkräfte bietet große Chancen für die Stadtentwicklung Ulms. Hier soll in bester Wohnlage zwischen dem Wissenschaftscampus und der Kernstadt ein neues Stadtquartier mit 900 Wohneinheiten für rund 2.000 Einwohner entstehen.

Die Lage auf dem Eselsberg ist für einen Wohnstandort ideal. Sie zeichnet sich durch ausgezeichnete Erreichbarkeiten aus. Dies gilt insbesondere im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs, denn künftig wird es für das Areal der Hindenburgkaserne durch den Neubau der Straßenbahnlinie 2 zu einer deutlichen Verbesserung kommen. Die neue Straßenbahnlinie verbindet die Wissenschaftsstadt im Norden mit dem Hauptbahnhof und der Ulmer Innenstadt sowie dem Kuhberg im Südwesten. Mit dem Betrieb der Strecke geht eine Attraktivitätssteigerung des geplanten Wohnstandortes auf dem Areal der Hindenburgkaserne einher.

Aber nicht nur die gute verkehrliche Anbindung, sondern auch die schnelle Erreichbarkeit von Naherholungsgebieten und eine Aussicht, die bei Fönwetterlage bis zu den Alpen reicht, machen das Areal zu einem herausragenden Wohnstandort.

 

 

Öffentlichkeitsbeteiligung

Die Stadt Ulm möchte Sie als Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich in den Planungsprozess für die Nachnutzung der Hindenburgkaserne einbeziehen.
Auf der Projektseite des Hindenburg-Quartiers werden Informationen rund um die Planung zur Verfügung gestellt, so dass Sie sich hier jederzeit über das Projekt auf dem Laufenden halten können.
In der Phase der vorbereitenden Untersuchungen hatten Sie frühzeitig die Gelegenheit, sich in der Auftaktveranstaltung über das Projekt zu informieren oder an der Planungswerkstatt teilzunehmen. Auch online konnten Sie Ihre Frage zu dem Prozess, zum Gebiet und dem Stand der Planungen stellen und Ihre ersten Ideen und Vorstellungen für das neue Stadtquartier einbringen. Auf Basis Ihrer Anregungen wurden das Leitbild entwickelt und die städtebaulichen Ziele für das Quartier konkretisiert bzw. ergänzt.
Die Stadt Ulm hat einen offenen, zweistufigen städtebaulichen Wettbewerb für das Areal der Hindenburgkaserne ausgelobt. Grundlage des Wettbewerbs bildet der Auslobungstext für die Stufe 1 des Wettbewerbs.
Ziel des Wettbewerbs ist die Erlangung eines tragfähigen, innovativen städtebaulichen Konzeptes als planerische Grundlage für die Realisierung des Stadtquartiers auf dem Areal der Hindenburgkaserne, für ein neues Stück Stadt. Erwartet werden Lösungsvorschläge für eine nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklung des Gebietes.
Insgesamt gingen 77 Wettbewerbsarbeiten rechtzeitig und anonym ein. Aus dieser Vielzahl an Arbeiten hat das Preisgericht am 22.04.2016 die 11 vielversprechendsten Lösungen ausgewählt, die sogenannten Finalisten. Über die Arbeiten der Finalisten wurde ein Dialog mit der Öffentlichkeit geführt. Sie hatten vom 03. bis zum 31.05.2016 die Möglichkeit, den Planern Ihre Anregungen und Vorschläge zur Überarbeitung der Entwürfe in der Stufe 2 des Wettbewerbs mit auf den Weg zu geben. Hier geht’s zu den Wettbewerbsergebnissen.
Die Auswertung des Bürgerdialogs fließt in die Auslobung für die Stufe 2 des Wettbewerbs ein. Nach Beendigung der Stufe 2 entscheidet das Preisgericht über die Sieger des Wettbewerbs.
Der Dialog mit den Bürgern wird während der gesamten Dauer des Konversionsprojektes prozessbegleitend geführt. Die einzelnen Phasen werden jeweils durch eine Behandlung im Gemeinderat eingeleitet und abgeschlossen.

 

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Städtebaulicher Wettbewerb und 2. Phase der Beteiligung

Der Wettbewerb wurde als offener, zweistufiger städtebaulicher Planungswettbewerb nach RPW 2013 ausgelobt. Am offenen Wettbewerb der Stufe 1 konnte jeder teilnehmen, der in der Architekten- oder Stadtplanerliste eingetragen ist, Landschaftsarchitekten in Arbeitsgemeinschaft mit den vorgenannten. In der ersten Stufe des Wettbewerbs ging es um die Auswahl interessanter, innovativer und tragfähiger Konzepte. Die Beurteilungskriterien des Preisgerichts waren folgende:
•    Einbindung des neuen Quartiers in die Umgebung
•    Qualität des städtebaulichen und freiräumlichen Konzeptes
•    Qualität des Wohnens und der Nutzungsmischung
•    Qualität der Erschließungskonzepte
•    Nachhaltigkeit (Flexibilität, Wirtschaftlichkeit, Umwelteigenschaften)
Ausgewählt wurden 11 sogenannte Finalisten, deren Konzepte in der Stufe 2 des Wettbewerbs weiter ausgearbeitet werden. Die Öffentlichkeit erhält die Gelegenheit, die Lösungsvorschläge zu diskutieren und Ideen für die Stufe 2 des Wettbewerbs einzubringen. Hier geht´s zu den Ergebnissen der Diskussion.
Am 12.07.2016 berät das zuständige Gremium über die Ergebnisse des geführten Dialogs und beschließt die Auslobung für die Stufe 2 des Wettbewerbs. Das Preisgericht bleibt identisch und wählt aus den Finalisten Ende Oktober 2016 einen Siegerentwurf aus.

Stätebauliche Eckwerte, Leitbild und Projektziele

Städtebauliche Eckwerte:
 Auf 8,6 ha Bruttobauland soll ein urbanes Quartier entstehen. Die geplante Straßenbahnlinie 2 verläuft östlich des Plangebiets und bindet das Gebiet hervorragend an den ÖPNV an. Begründet durch die räumliche Lage im Bestand, die Nähe zur Wissenschaftsstadt, zur Innenstadt und zum Bahnhof sollen dichte städtische Bauformen, überwiegend im Geschosswohnungsbau, entstehen. Auf dem Areal sollen 900 Wohneinheiten für rund 2.000 Einwohner geschaffen werden.

Leitbild:
Dem für das Areal entwickelten Leitbild liegen drei Grundgedanken zu Grunde: Nutzungsmischung, kleinmaßstäbliche Parzellierung und eine hohe Qualität der öffentlichen Räume.

Sieben städtebauliche Ziele:
Ziel 1: Die Mitwirkung der Stadtgesellschaft soll in allen Projektphasen sichergestellt werden (Prozessqualität).
Ziel 2: Wohnen und Arbeiten in einem funktionsgemischten urbanen Quartier hoher Dichte.
Ziel 3: Wohnen und Arbeiten in einer sozial ausgewogenen, vielfältigen Nachbarschaft.
Ziel 4: Ästhetische Vielfalt im Quartier: Kleinmaßstäbliche Parzellierung soll die Kombination unterschiedlicher Projekte in enger Verzahnung ermöglichen und sowohl Bauträger, Baugruppen als auch Einzelbauherren ansprechen.
Ziel 5: Öffentlicher Raum ist vorwiegend Kommunikations- und Begegnungsraum in dem der Verkehr quartiersverträglich abgewickelt wird.
Ziel 6: Das Potenzial des vorhandenen, urbanen Landschaftsraums um das Fort Unterer Eselsberg soll für das neue Quartier und für den gesamten Stadtteil Eselsberg ausgelotet werden.
Ziel 7: Das Quartier soll konzeptionell und im konkreten Bauen Vorreiter für den ressourcenschonenden Städtebau in Ulm sein.

 

Ein Novum für die Stadt Ulm ist die Öffnung des laufenden städtebaulichen Wettbewerbsverfahrens für die Diskussion der Arbeiten in der Öffentlichkeit.
 

Wie genau konnten Sie sich in der ersten Phase einbringen?

Sie konnten entweder Ihre Fragen und Ideen vom 25. September bis zum 23. Oktober 2014 hier online unter „Fragen und Antworten" einbringen oder am 18. Oktober 2014 die Planungswerkstatt vor Ort auf dem Areal der Hindenburgkaserne besuchen. Die Ideen und Anregungen aus dem Dialog flossen in das Leitbild für die Entwicklung des Hindenburgquartiers ein, das die Grundlage für die Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs bildet.

Um online eine Frage oder Anregung einzubringen mussten Sie sich nicht registrieren. Sie konnten dies aber tun und erhielten dann zusätzlich die Gelegenheit, Ihre Fragen und die entsprechenden Antworten in Ihrem Nutzerprofil zu verwalten oder die Fragen von anderen zu unterstützen. Die Stadtverwaltung beantwortete alle Ihre online gestellten Fragen – in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.

Alle Fragen und Antworten wurden nach dem Ende der 1. Beteiligungsphase ausgewertet. Den Auswertungsbericht finden Sie hier. Wenn Sie sich für den Newsletter anmelden, halten wir Sie gerne auf dem Laufenden!

Moderiert wurde die Öffentlichkeitsbeteiligung von erfahrenen Moderatoren von Zebralog. Mehr dazu erfahren Sie unter „Moderation".

Über Pressemeldungen, Handzettel, Flyer und soziale Medien haben wir die Öffentlichkeitsbeteiligung bekannt gemacht.

Vielen Dank für Ihre Beteiligung, Ihre Fragen und Anregungen!