25. September 2014: Auftaktveranstaltung zum Bürgerdialog im Haus der Begegnung

Welche Art von Wohnen ist zukunftsorientiert und auf dem Areal der Hindenburgkaserne vorstellbar? Wie könnte ein CO2-neutrales Stadtquartier aussehen? Benötigt der Eselberg einen neuen Quartiersmittelpunkt? Diese und andere wichtige Themen diskutierten die rund 60 Teilnehmer aus Bürgerschaft, der Stadtverwaltung und Interessenvertretung der Vereine am 29. September 2014 im Rahmen der Auftaktveranstaltung. Unter dem Motto "Neues Leben in der Hindenburgkaserne" wurden dabei erste Ideen für den Bürgerdialog und die darauf folgenden Planungsschritte gesammelt. Ein Ideensteinbruch für die kommende Planungswerkstatt am 18.Oktober.

Noch ist das Areal ein weißer Fleck auf den Karten, aus dem aber ein farbiges Stück Stadtlandschaft werden soll, erklärt Baubürgermeister Alexander Wetzig in seiner Begrüßungsrede. Und dabei sollen die Bürger aktiv mitwirken. Im Laufe des an diesem Abend gestarteten Bürgerdialogs werden die Anforderungen an das neue Quartier gemeinsam konkretisiert. Die gewonnenen Ergebnisse fließen in das Leitbild des Hindenburgquartiers ein, welches die Grundlage für die Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs bilden wird. Um eine gemeinsame Diskussionsbasis für diesen Dialog zu entwickeln, informierte Volker Jescheck, Hauptabteilungsleiter Stadtplanung, Umwelt, Baurecht, in seinem Vortrag über den Erwerb des Areals, die Eckdaten der Fläche und die sieben städtebauliche Ziele für die zivile Nutzung.

Nach diesem ersten Einstieg kamen bereits zahlreiche Fragen bei den Bürgern auf, die nach Möglichkeit direkt im Plenum beantwortet wurden. Es wurden auch bereits erste Vorschläge wie die Ansiedlung von mehr Gastronomie am Eselsberg, Platz für studentisches Wohnen oder die Nutzung der Turnhalle genannt. Diese Anregungen konnten im Anschluss an den vorbereiteten Ideentischen vertieft werden. An vier Station mit unterschiedlichen Themen konnten die Bürger ihre Vorschläge zu "Wohnen und Arbeiten", "Mobilität und Verkehr", "Öffentlicher Raum und Ökologie", "Identität und Nachbarschaft" diskutieren und niederschreiben. Das auf die Tische gespannte Papier war am Ende des Abends gefüllt mit gute Ideen und kritischen Fragen. Die Teilnehmer nutzen die Möglichkeit, festgehaltene Aussagen direkt schriftlich zu kommentieren. Unter dem Vorschlag eine Ladestation für E-Autos zu installieren gab jemand zu bedenken, dass sich die meisten leider noch kein solches Fahrzeug leisten können. "Dann doch lieber E-Bikes für alle Bewohner?", schlug ein Dritter vor. "Ausbau von Radwegen" ergänzte der Nächste. An einer weiteren Station waren die Teilnehmer eingeladen auf einem Klebezettel festzuhalten, was das Hindenburgareal für sie persönlich bedeutet. Für die einen ist es ein Ort der Vergangenheit mit seiner historischen Bedeutung, für die anderen ist es ein Ort der Zukunft mit den vielfältigen Chancen, die durch das Freiwerden der Fläche entstehen.


Zum Abschluss wurden die wichtigsten Erkenntnisse des kurzen Workshops in einem gemeinsamen Rundgang durch die Stationen vorgestellt. Die Mitarbeiter der Stadt Ulm freuten sich über die zahlreichen Anregungen und lebendigen Diskussionen, die den Grundstein für den weiteren Bürgerdialog gelegt haben. Ideen und Fragen, die einem auf dem Heimweg oder später noch in den Kopf kommen, können gleich in der Rubrik "Fragen-Antworten" der Onlineplattform ausgetauscht werden, schlug die Moderatorin Frau Ammermann zum Ende der Veranstaltung hin vor.